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NEUROGENE Faszien Kurs 4 – Segmentale Faszientherapie

25.9.2020 um 9:00 - 28.9.2020 um 17:00

Neurogene Faszien

Segmentale Innervation der Faszien und ihre therapeutische Nutzung

Die segmentale Faszientherapie als Teilgebiet der neurogenen Faszientherapie ist eine moderne, evidenz-basierte Behandlungsmethode, die sich an der Innervation der Faszien orientiert. Neurofasziale Pathologien und Dysfunktionen werden anhand von faszialen Tests analysiert und mittels Sensibilitätstests exakt lokalisiert. Die Behandlung erfolgt befundorientiert und führt unmittelbar zu einer Veränderung der faszialen Spannungen.

In zahlreichen Therapieformen werden reflektorische Zusammenhänge genützt. Die bisher bekannten Anwendungen umfassen die Gebiete der Haut (Dermatome), der Muskulatur (Myotome), der Knochen (Osteotome) und der Organe (Viszerotome).

Das Bindegwebe und die Faszien wurden hierbei bislang stark vernachlässigt. Wie uns die neuesten Ergebnisse aus der Faszienforschung zeigen, sind Faszien sehr dicht innerviert und haben eine sehr hohe Bedeutung für jede Art der Wahrnehmung: Exterozeption (Außenwahrnehmung) und Interozeption (Innenwahrnehmung: Viszero- und Propriozeption).
Faszien sind ein hervorragendes Gewebe für reflektorische Anwendungen:
neben der hohen Innervation zeichnen sie dichte Verbindungen und Vernetzungen zu allen anderen Geweben und Organen aus und bekannter weise zeigen sie eine gute Reaktivität auf manuelle Therapien.

Der segmentalen Innervation des Bindegewebes und der Faszien wurde in der klinischen Anatomie bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Entsprechend dem Innervationsschema des gesamten Körpers innervieren die einzelnen Spinalnerven genau definierte Regionen der Faszien. Hierfür wird der neue Begriff „Fasziatom“ verwendet.

Die Fasziatome finden sich sowohl in den oberflächlichen Schichten (Fascia superficialis und Fascia profunda), als auch in den tieferen Schichten der Muskulatur (epimysiale und intramuskuläre Faszien) und den Faszienhüllen der Organe (parietale und viszerale Faszien).
Die Kenntnisse der spezifischen Fasziatome können sowohl zur Befunderhebung als auch hervorragend zur Behandlung umgesetzt werden.

Reflektorische Zusammenhänge bestehen zwischen allen Körperregionen. Der Zustand des Bindegewebes spiegelt auch jenen der inneren Organe wieder. Über die segmentalen Verbindungen können neben allgemeinen Aussagen auch spezifische Zuordnungen getroffen werden, die therapeutisch umgesetzt werden können. Aus diesem Wissen können Therapiekonzepte abgeleitet werden, die eine Behandlung der Fasziatome sowohl als Einzeltherapie als auch als ergänzende Behandlung zu anderen manuellen Techniken ermöglichen.

Ausbildungsinhalte:

  • Zuordnungen der spezifischen Faszienregionen zu den Spinalnerven und den entsprechenden inneren Organen.
  • Lage und Palpation der oberflächlichen Fasziatome (Haut, Subcutis und Gleitschichten zur Muskulatur).
  • Lage und Palpation der tiefen Fasziatome (epimysial, aponeurotisch und periostär).
  • Lage und Palpation der viszeralen Fasziatome (parietale und viszerale Faszienblätter).
  • Manuelle Befunderhebung an den Faszien.
  • Bestimmung der Geschmeidigkeit, der Visko-Elastizität, der Trophik und der Mobilität des Bindegewebes.
  • Entsprechungen zwischen dem Zustand der Faszien und den inneren Organen.
  • Therapeutische Reize auf den Faszien, die eine hohe reflektorische Wirkung zeigen.

Fordern Sie hier bitte die Kursgebühren und die ausführliche Infobroschüre an. Sie erhalten diese schnellstmöglich per E-Mail.

Dozent:

Andreas Haas
Andreas Haas
Osteopath, Heilmasseur und Leiter des Manus-Ausbildungszentrums, Wien

Details

Beginn:
25.9.2020 um 9:00
Ende:
28.9.2020 um 17:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

GOLGI-PLUS Akademie für myofasziale Schmerztherapie
Telefon:
+49 (0)8191 9734280
E-Mail:
info@golgi-plus.de

Veranstaltungsort

ForumVitae Seminario
Robert-Bosch-Str. 6
86899 Landsberg am Lech,
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