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WEBINAR – Anamnese und Befunderhebung in der Fasziopathie

Anamnese und Befunderhebung in der Fasziopathie

Grundlagen der exakten differenzierten Therapiewahl

Eine klar strukturierte Anamnese ist die Grundlage der erfolgreichen Therapie. Dieses Webinar vermittelt die Kriterien der Anamnese für die Fasziopathie und die Integrative Faszientherapie.
Auf Basis der Phänomenologie werden die Leitkriterien der Anamnese und der differenzierten Befunderhebung detailliert erörtert. Als Grundlage dienen Faktoren wie Ausdruck, Körperhaltung, Symptome und Symptombeschreibung, Erscheinungsformen, verbale Beschreibung, subjektives Empfinden, zyklisches bzw. temporäres Auftreten, Reaktion auf äußere Einflüsse, Phänomenologie des Schmerz und zahlreiche andere. All diese Phänomene können systematisch zu somatischen, viszeralen, neurogenen und vegetativen Belastungen zugeordnet werden. Gegenseitige Verknüpfungen und Abhängigkeiten werden dargestellt und ermöglichen das Erkennen von Ursache-Folge-Ketten, zeitlichen Abfolgen und Kompensationen.

Eine klar strukturierte Anamnese, die Erscheinungsformen, Symptome und Phänomene differenziert zuordnen kann, ermöglicht eine effiziente Auswahl der Therapieform und stellt somit die Grundlage jeder erfolgreichen therapeutischen Intervention dar.

Ein detaillierter Anamnesebogen wird vor Beginn des Webinars in digitaler Form zugesandt. Dieser dient als strukturierte Arbeitsgrundlage für das Webinar und als Orientierungshilfe für die therapeutische Praxis.

Vorab empfehlen wir folgende Webinare zur Vorbereitung:

„Allgemeine Faszienanatomie“, „Pathologie von Faszien“ und „Phänomenologie“,

Diese sind kostenfrei und jederzeit unter folgendem Link abspielbar: https://vimeo.com/channels/1558422/page:1

Technisches:

Das Webinar wird über zoom veranstaltet. Die Teilnahme kann auf einem PC, Laptop, Tablet oder Smartphone erfolgen. Sie haben die Möglichkeit, Kamera und Mikrophon während des Webinars ein- und auszuschalten. Das Webinar wird aufgezeichnet und steht Ihnen zum späteren und mehrmaligen Ansehen auf unbegrenzte Zeit zur Verfügung.

Organisatorisches:

Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung Ihres Webinarplatzes. Den Link für die Teilnahme am Live-Webinar bekommen Sie am Vortag des Webinars.
Beim Live-Webinar haben Sie die Möglichkeit, mündlich oder schriftlich Fragen zu stellen, auf die im Webinar direkt eingegangen wird.

Teilnahmebestätigung:

Sie erhalten nach Abschluss des Webinars eine Teilnahme-Bestätigung auf elektronischem Wege als Nachweis von 3 Unterrichtseinheiten

Gebühr: € 48,-

Online Zugang ab 09:00 Uhr

Webinarzeiten: 09.15 bis 12:00 Uhr, inkl. 10 min. Pause

Dozent:

Andreas Haas
Andreas Haas
Heilmasseur und Leiter des Manus-Ausbildungszentrums, Wien

WEBINAR – Der Faszienkörper des Menschen

Der Faszienkörper des Menschen

Eine integrative Betrachtung

Das fasziale System bildet einen dreidimensionalen Bindegewebskörper, der dem Menschen Form und Gestalt gibt. Dieser Körper ist eine Kontinuität, ein singuläres Organ, das unser Inneres repräsentiert und für die Gestaltung des Äußeren zuständig ist.
Dieses fasziale Organ bildet Taschen und Räume (Kompartments) in denen alle Strukturen des Menschen beherbergt sind: Muskeln, Knochen, Organe, Gelenke, Nerven, Gefäße, etc.
Fasziale Kontinuität ist daher kein Konstrukt, sondern eine lebendige Tatsache, die sich in einem dynamischen Faszienkörper wiederfindet.
Dieses fasziale System ist auch unser größtes Sinnesorgan und gleichzeitig auch der Raum des Vegetativums. Unser Empfinden, Fühlen, Wollen und das Selbstbildnis findet sich in den Strukturen des Faszienkörpers eingebettet.
Der Faszienkörper ist nicht nur Gestalt sondern auch Raum für Gestaltung und Ausdruck unserer Emotion und Stimmungslage. Der Faszienkörper ist der Raum der Interaktion.

In diesem Webinar nähern wir uns dem Faszienkörper von verschiedenen Seiten:

1. Anatomie
Aufbau, Lage, Ordnung, Struktur und Kontinuität der Faszien werden aus anatomischer Sichtweise betrachtet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Kontinuität aller faszialen Strukturen. Es wird die Kontinuität innerhalb des Bewegungsapparat beschrieben, so wie auch die Kontinuität innerhalb der viszeralen und neurogenen Faszien. Zusätzlich wird die Kontinuität zwischen den einzelnen faszialen Bereichen detailliert betrachtet, also die Kontinuität zwischen den somatischen, viszeralen und neurovaskulären Faszien, sowie die Verbindungen mit der Fascia superficialis.
Diese anatomischen Betrachtungen sind die Grundlage von Zusammenhängen und gegenseitigen Abhängigkeiten im Körper und zeigen die Möglichkeiten von Kompensation. Aus der anatomischen Ordnung ergeben sich Ketten, Räume und Kavitäten.

2. Morphologie
Eigenschaften, Beschaffenheit und Qualität der Faszien werden detailliert beleuchtet und die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten herausgearbeitet. Die Morphologie steht in direktem Zusammenhang mit der Funktion der Faszien. Wie und wo arbeiten Faszien als kraftübertragendes, verbindendes System, wie als pufferndes, trennendes System. Wo haben sie strukturelle Aufgaben und wo erfüllen sie funktionelle Notwendigkeiten. Welche Anteile des Faszienkörpers sind derb und fest, welche Anteile sind locker und weich, welche sind dynamisch-elastisch und welche haben Gleit- und Bewegungsfunktionen. Jede dieser unterschiedlichen Funktionen erfordert eine spezifische Morphologie.
Morphologie ist die Grundlage jeder therapeutischen Arbeit mit Faszien, weil die Qualität des faszialen Gewebes die Qualität der therapeutischen Berührung bedingt.

3. Innervation
Faszien sind das am reichsten innervierte Gewebe des menschlichen Körpers und bilden das Organ für Exterozeption, Propriozeption und Interozeption. Es ist der Raum, in dem sich die Außenwahrnehmung mit der Innenwahrnehmung trifft und in dem sich unsere Motivation und unser innerer Antrieb repräsentiert. Der menschliche Faszienkörper ist die „Außenstelle“ des Gehirns, zuständig für Informationsaufnahme, Informationsübertragung, für Gestalt und Gestaltung unseres Lebens.
Wir betrachten die Anteile des Faszienkörpers, die für Außenwahrnehmung zuständig sind (Fascia superficialis), die Anteile die für Propriozeption (Stellung- und Bewegungssinn) zuständig sind (Fascia profunda) und jene Anteile, die für unsere viszerale Wahrnehung zuständig sind (Fascia visceralis). Darüber hinaus wird die Verflechtung mit dem vegetativen Nervensystem beleuchtet und Faszien in Zusammenhang mit Gefühl, Emotion und Stimmungslage betrachtet.
In Zusammenhang mit der anatomischen Ordnung und der morphologischen Organisation ergeben sich „Zentren der Wahrnehmung“, die für mögliche Fehlfunktionen, Missempfindungen und Schmerzsymptome von Bedeutung sind.

4. Phänomenologie
Das Zusammenspiel zwischen Anatomie, Morphologie und Innervation bedingt den Ausdruck des Organismus. Stärken, Schwächen, Veranlagungen, Dispositionen aber auch Fehlfunktionen und Erkrankungen äußern sich in ganz bestimmten Bereichen des Faszienkörpers auf ganz bestimmte Art und Weise. Dieses Wissen ist der Leitfaden für Anamnese, Befunderhebung, Behandlung und Therapie.

Technisches:

Das Webinar wird über zoom veranstaltet. Die Teilnahme kann auf einem PC, Laptop, Tablet oder Smartphone erfolgen. Sie haben die Möglichkeit, Kamera und Mikrophon während des Webinars ein- und auszuschalten. Das Webinar wird aufgezeichnet und steht Ihnen zum späteren und mehrmaligen Ansehen auf unbegrenzte Zeit zur Verfügung.

Organisatorisches:

Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Link für die Teilnahme am Live-Webinar.
Beim Live-Webinar haben Sie die Möglichkeit, mündlich oder schriftlich Fragen zu stellen, auf die im Webinar direkt eingegangen wird.

Teilnahmebestätigung:

Sie erhalten nach Abschluss des Webinars eine Teilnahme-Bestätigung auf elektronischem Wege als Nachweis von 8 Unterrichtseinheiten

Gebühr: € 130,-

Online Zugang ab 09:00 Uhr

Webinarzeiten: 09:30 – 12:30 und 13:30 – 17:00

Dozent:

Andreas Haas
Andreas Haas
Osteopath, Heilmasseur und Leiter des Manus-Ausbildungszentrums, Wien